Montag, 16. November 2009
Mittwoch, 11. November 2009
Diplomarbeits-Burnout....
31'722 Woerter, verteilt auf knapp 90 Seiten Text und zusaetzlichen 30 Seiten Appendix, Quellen, 2 sprachigem Summary, Cases und Graphiken.
Habe mich gestern zum Kopierzentrum der Uni begeben und meine Researcharbeit mit gemischten Gefuehlen abgegeben. Einerseits bin ich erleichtert meinen Schreibtisch endlich von den grossen Papierbergen zu befreien und mich nicht mehr mit Zitierrichtlinien und Quellenverzeichnissen beschaeftigen zu muessen, andrerseits hab ich echt keine Ahnung, ob die Arbeit den Anforderungen der Profs genuegt. Wie viele von euch mitgekriegt haben, war die Unterstuetzung seitens der Betreuer quasi nicht existent. Sie foutierten sich groesstenteils um meine Feedbackanfragen, gaben kaum inhaltliche Bewertungen ab. bon bref, ich werde in 2 Wochen meine muendliche Praesentation abhalten, und muss quasi mit dem Supergau rechnen, dass mir selbst mein Betreuer in den Ruecken faellt. Ich weiss, ich bin generell nicht gerade die Verkoeperung des Optimisten, aber in diesem Fall hab ich echt einige Gruende fuer meine eher negative Einstellung. Womit ich punkten duerfte ist das professionelle Erscheinungsbild der Arbeit, Aktualitaet des Themas und die breite Literaturrecherche. Probleme wird es wohl wegen grossen Ueberschneidungen mit bestehender Literatur geben, dem grossen Umfang der Arbeit und der ziemlich formal-juristischen Analyse geben.
Rueckblickend haette ich meine Bedenken im Rahmen der Themawahl einfach klarer machen sollen und micht nicht mit den paar aufmunternden Worten des Profs abspeisen lassen sollen. Tantpis...
Momentan, habe ich den Blues,nicht nur wegen dem ganzen DA Stress, sondern auch weil ich mich langsam aber sicher von Korea verabschieden muss. Je nachdem wie es mit der DA-Praesi und allfaelligen Nachkorrekturen laeuft, bin ich wohl Ende Dezember oder Januar back ‚home‘ in good old Switzerland. Die Jobsuche werde ich bald in Angriff nehmen und hoffen, dass sich trotz der steigenden Arbeitslosigkeitkeit noch ein Platz findet fuer einen Heimkehrer, der motiviert ist neue Arbeitserfahrungen zu sammeln. In welchen Bereich es mich zieht ist schwer zu sagen. Ich bin sehr offen, obwohl die Finanzbranche momentan sicher nicht gerade jedem Bewerber den roten Teppich auslegt. Diplomatie bleibt mein Traum, auch wenn ich dazu noch einige Hindernisse ueberwinden muesste, angefangen bei den mittlerweil mangelhaften Sprachkenntnissen (Franzoesisch und gutes Deutsch...), bis hin zur Annerkennung meiner Abschluesse in der Schweiz und Korea. Anfangs duerfte es wohl wieder in die Privatindustrie gehen, wobei ich dort ganz klar internationale Unternehmen im Fokus habe. Ich koennte mir gut vorstellen, eine Einstiegsposition als VR/GL Assistenz anzunehmen, nur sind diese nicht gerade weit gesaeht und oft auch durch Frauen besetzt. Eine Position in Korea koennte ich mir zwar durchaus vorstellen, bin aber genug Realist um zu sehen, dass meine Koreanischkenntnis kaum ausreichen um bei einem Chaebol unterzukommen. Ich bekomme regelmaessig anfragen von Leute, die an einer Anstellun in Korea Interesse haben. Vielleicht dazu einmal mehr in einem anderen Blogeintrag. Auslaendische Fachkraefte (und die Betonung liegt hier stark auf FACH) sind in Korea durchaus gesucht, aber das sind groesstenteils Leute, die Exekutiverfahrungen mitbringen, da sind dann Koreanischkenntnisse auch nicht zwingend erforderlich. Von SK (v.a. Telekom/Energie/Logistik) weiss ich persoenlich, dass man schon seit einiger Zeit ein Global HR Team am aufbauen ist und man auch im Ausland rekrutiert, wobei der Fokus v.a. auf Amerika (Kyopos) und China liegt. Aehnliches auch bei Samsung, das gerade zwei meiner chinesischen Freunde rekrutiert hat.
Okay, war wiedermal ein ‚querbeet“ ein Eintrag, aber immerhin ein Lebenszeichen in die Schweiz. P.s. Ich habe in den letzten Tagen soviel Korrekturgelesen, dass ihr mir bitte die vielen Rechtschreibefehler auf dem blog entschuldigt, ich habe einfach nicht die Muse dafuer auch hier noch jedem Fehler nachzujagen.
In diesem Sinne,
A bientot, ou ben...bis gliii!
Habe mich gestern zum Kopierzentrum der Uni begeben und meine Researcharbeit mit gemischten Gefuehlen abgegeben. Einerseits bin ich erleichtert meinen Schreibtisch endlich von den grossen Papierbergen zu befreien und mich nicht mehr mit Zitierrichtlinien und Quellenverzeichnissen beschaeftigen zu muessen, andrerseits hab ich echt keine Ahnung, ob die Arbeit den Anforderungen der Profs genuegt. Wie viele von euch mitgekriegt haben, war die Unterstuetzung seitens der Betreuer quasi nicht existent. Sie foutierten sich groesstenteils um meine Feedbackanfragen, gaben kaum inhaltliche Bewertungen ab. bon bref, ich werde in 2 Wochen meine muendliche Praesentation abhalten, und muss quasi mit dem Supergau rechnen, dass mir selbst mein Betreuer in den Ruecken faellt. Ich weiss, ich bin generell nicht gerade die Verkoeperung des Optimisten, aber in diesem Fall hab ich echt einige Gruende fuer meine eher negative Einstellung. Womit ich punkten duerfte ist das professionelle Erscheinungsbild der Arbeit, Aktualitaet des Themas und die breite Literaturrecherche. Probleme wird es wohl wegen grossen Ueberschneidungen mit bestehender Literatur geben, dem grossen Umfang der Arbeit und der ziemlich formal-juristischen Analyse geben.
Rueckblickend haette ich meine Bedenken im Rahmen der Themawahl einfach klarer machen sollen und micht nicht mit den paar aufmunternden Worten des Profs abspeisen lassen sollen. Tantpis...
Momentan, habe ich den Blues,nicht nur wegen dem ganzen DA Stress, sondern auch weil ich mich langsam aber sicher von Korea verabschieden muss. Je nachdem wie es mit der DA-Praesi und allfaelligen Nachkorrekturen laeuft, bin ich wohl Ende Dezember oder Januar back ‚home‘ in good old Switzerland. Die Jobsuche werde ich bald in Angriff nehmen und hoffen, dass sich trotz der steigenden Arbeitslosigkeitkeit noch ein Platz findet fuer einen Heimkehrer, der motiviert ist neue Arbeitserfahrungen zu sammeln. In welchen Bereich es mich zieht ist schwer zu sagen. Ich bin sehr offen, obwohl die Finanzbranche momentan sicher nicht gerade jedem Bewerber den roten Teppich auslegt. Diplomatie bleibt mein Traum, auch wenn ich dazu noch einige Hindernisse ueberwinden muesste, angefangen bei den mittlerweil mangelhaften Sprachkenntnissen (Franzoesisch und gutes Deutsch...), bis hin zur Annerkennung meiner Abschluesse in der Schweiz und Korea. Anfangs duerfte es wohl wieder in die Privatindustrie gehen, wobei ich dort ganz klar internationale Unternehmen im Fokus habe. Ich koennte mir gut vorstellen, eine Einstiegsposition als VR/GL Assistenz anzunehmen, nur sind diese nicht gerade weit gesaeht und oft auch durch Frauen besetzt. Eine Position in Korea koennte ich mir zwar durchaus vorstellen, bin aber genug Realist um zu sehen, dass meine Koreanischkenntnis kaum ausreichen um bei einem Chaebol unterzukommen. Ich bekomme regelmaessig anfragen von Leute, die an einer Anstellun in Korea Interesse haben. Vielleicht dazu einmal mehr in einem anderen Blogeintrag. Auslaendische Fachkraefte (und die Betonung liegt hier stark auf FACH) sind in Korea durchaus gesucht, aber das sind groesstenteils Leute, die Exekutiverfahrungen mitbringen, da sind dann Koreanischkenntnisse auch nicht zwingend erforderlich. Von SK (v.a. Telekom/Energie/Logistik) weiss ich persoenlich, dass man schon seit einiger Zeit ein Global HR Team am aufbauen ist und man auch im Ausland rekrutiert, wobei der Fokus v.a. auf Amerika (Kyopos) und China liegt. Aehnliches auch bei Samsung, das gerade zwei meiner chinesischen Freunde rekrutiert hat.
Okay, war wiedermal ein ‚querbeet“ ein Eintrag, aber immerhin ein Lebenszeichen in die Schweiz. P.s. Ich habe in den letzten Tagen soviel Korrekturgelesen, dass ihr mir bitte die vielen Rechtschreibefehler auf dem blog entschuldigt, ich habe einfach nicht die Muse dafuer auch hier noch jedem Fehler nachzujagen.
In diesem Sinne,
A bientot, ou ben...bis gliii!
Sonntag, 1. November 2009
Donnerstag, 29. Oktober 2009
Blocher macht Werbung fuer Wanderferien in Nordkorea
Wie jeden Morgen mache ich eine kurze online Presseschau: NZZ, Tagesanzeiger, SF-DRS, Spiegel...natuerlich immer multi-funktional mit dem TV-Stream, der im Hintergrund ueber die Sportresultate informiert und parallel die Infographiken in den anderen Fenstern. Ich scanne nochmal den Tagi und ich glaube erst zu traeumen, aber es steht schwarz auf weiss in der Zeitung: CHRISTOPH BLOCHER, der beruechtigste, zugleich meist gehasste und geliebte Alt-Bundesrate/Vizepraesident der SVP/Industriemogul war zum WANDERN IN NORDKOREA. Fuer 14 Tage.
Im Tagi laesst er sich zu seinem Trip interviewen. Anscheinend ist er mit einer Gruppe von Deutschschweizern nach Nordkorea gereist und hat dort die Vorzuege der stalinistischen Tourismus-Destination genossen. Er waere nicht Christoph Blocher, wenn er seine Erfahrungen nicht auch noch im eigenen Online-Fernsehformat preisgeben wuerde. 34 Minuten Aussenpolitische Analyse a la Blocher.
Donnerstag, 15. Oktober 2009
Korea im Schweizer Parlament
Die Beziehungen zu Korea sind nicht gerade ein Topthema in der Schweizer Politik, und so verwundert es auch nicht, dass im Amtlichen Bulletin des Schweizer Parlaments nicht viele Eintraege zu Korea zu finden sind. Ein paar Anfragen zwecks Kriegsmaterialexporten und Staatsbesuche von Koreanischen Regierungsmitgliedern dominieren die Liste.
.Eine lustige Anekdote bietet jedoch eine Frage von Nationalrat Schluer an den Bundesrat, in der sich der Rechtsaussenpolitiker darueber empoerte, dass die Schweizer Botschaft 2005 den Nationalfeiertag nicht am 1. August, sondern erst Ende September gefeiert hat.
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"Frau Bundesrätin, ich danke Ihnen für diese Antwort. Es besteht immerhin eine erhebliche zeitliche Entfernung zwischen dem 1. August und dem 30. September - deshalb jetzt meine Zusatzfrage: Ist Ihnen ein Fall bekannt, wonach ein französischer Diplomat einmal den "14 juillet" am Ostermontag oder ein amerikanischer Diplomat den "4th of July" am Stephanstag gefeiert hätte? Oder ist es nur bei schweizerischen Botschaftern so, dass sich die Nationalfeiertage nach den Freizeitkalendern der Funktionäre zu richten haben? "
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Lustigerweise war ich 2005 auf der Botschaft in Seoul stationiert. Tatsaechlich hat sich damals auch ein Schweizer darueber beim Botschaftspersonal foermlich beschwert und forderte eine Stellungsnahme des damaligen Botschafters. Diese war ihm anscheinend nicht gut genug und es scheint, als habe er angesichts der grossen Brisanz dieser Staatsaphaere dem Vorbilder aller Patrioten Ulrich Schluer sein Leid geklagt, der sich natuerlich umgehend dieser heiklen Sache widmete.
Vielleicht sollten sich manche SVP Waehler mal im amtlichen Bulletin schlau machen, mit was fuer belanglosen Fragen und Motionen ihre gewaehlten Parlamentsmitglieder so die Zeit verschwenden.
Vollstaendigkeitshalber noch die Replik der Aussenministerin (einleitend in Deutsch und dann der Uebergang ins Franzoesische...was bei Calmy-Rey immer dann der Fall ist, wenn sie sich ueber jemand/etwas enerviert)
"Herr Schlüer, ich kenne die Agenda der Franzosen oder der anderen Aussenvertretungen nicht. Aber Ihre Frage lautet: "Pourquoi notre représentation à Séoul a-t-elle choisi finalement le 30 septembre pour organiser la réception de la fête nationale?" Je dois vous dire que la délégation suisse auprès de la Neutral Nations Supervisory Commission à Panmunjom organise traditionnellement une réception le 1er août. Notre représentation à Séoul invite donc à une date ultérieure, pour ne pas faire de concurrence à la délégation à Panmunjom. En juillet et en août - ce sont les explications qu'on m'a données -, il fait très chaud à Séoul et c'est le moment où la plupart des gens prennent leurs vacances. Il est donc plus judicieux d'organiser la réception de la fête nationale à une date ultérieure quand tout le monde est revenu de vacances. Voilà, Monsieur Schlüer, je crois que j'ai répondu à votre question"
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Und, ja ich verschwende meine kostbare Zeit momentan mit dem Durchforsten von amtlichen Bulletins und dergleichen, denn ich nutze momentan jede Gelegenheit mich von dem abzuwenden, was meine Nerven momentan am meisten strapaziert: DA.
Dienstag, 13. Oktober 2009
Koreanistik Vorlesung an der Uni Zuerich
Koreanistik-Vorlesungen, geschweige denn einen eigentlichen universitaeren Lehrgang der Koreakunde gibt es in der Schweiz so viele wie Kimchi als Beilage im Schweizerhof Hotel..naemlich so gut wie gar keine. Asian Studies kann man in Genf studieren, Ostasiatische Kultur/Sprache (Japanologie, Sinologie) an der Uni Zuerich. Letztere Hochschule hat jetzt aber seit diesem Semester immerhin eine Vorlesung im Program zum Thema: Koreanische Kultur und Geschichte, und zwar gelehrt von einer akademisch ueberaus bekannten Prof. Dr. Martina Deuchler.
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"Die Vorlesungen im Winter- und Sommersemester 2009-10 sollen umfassend in die vormoderne und moderne Geschichte und Kultur Koreas einführen und dabei die Bedeutung der Halbinsel im politischen und kulturellen Spannungsfeld zwischen China und Japan aufzeigen. "
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Gemaess dieser Pressemitteilung auf der Website der Uni ZH koennte das Ganze gar noch ausgebaut werden zu einem eigentlichen Koreanistik Studiengang. Eine Professorin aus Bochum soll schon fuer das naechste Semester vorgesehen sein. (Deutsche Professorin und die Schweiz..tja...)
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